Lektürekurs zu Karl Marx „Das Kapital“

Das Kapital von Karl Marx ist ein gefeiertes, wie auch umstrittenes Werk. Die Komplexität und Sprache wird für viele Leser_innen schnell zur Herausforderung, es empfiehlt sich daher das Kapital in einer Gruppe zu bearbeiten.

Die unabhängige linke Hochschulgruppe organisiert in diesem Semester einen solchen Kurs. Dieser beginnt mit einer Einführung und der Bearbeitung des ersten Abschnittes im ersten Kapitel.
Das Angebot richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen, besondere Vorkenntnisse sind nicht notwendig.
Bei Interesse wird um eine kurze Anmeldung per mail gebeten: unabhaengigelinke@tu-chemnitz.de

Wann? Jeden Montag, 21 Uhr
Wo? Wohnprojekt „Kompott“, Leipzigerstraße 3

Aufruf zum 1. Mai – Es gibt keinen guten Kapitalismus

Was ist Arbeit?

Arbeit besteht aus zwei Teilen. Zum einen ist Arbeit eine Tätigkeit, welche Waren produziert. Waren sind Güter (Gebrauchswerte; Dinge die menschliche Bedürfnisse befriedigen), welche einen Wert (Tauschwert; d.h. sie lassen sich mit anderen Gütern austauschen) besitzen. Wenn die Arbeit Gebrauchswerte, also Güter an sich produziert, so spricht man von „konkreter Arbeit“. Dient die Arbeit jedoch ebenso dazu, ihre Produkte mit anderen Gütern auszutauschen, produziert die Arbeit also Waren, so spricht man von „abstrakter Arbeit“. Man nennt sie „abstrakt“, weil im Tausch zwei unterschiedliche Arbeiten durch ihre Produkte, in der Wertform miteinander gleichgesetzt werden.
Zum anderen wird Arbeit nicht nur als eine wertschöpfende Tätigkeit definiert, sondern auch als eine abgespaltene Sphäre. D.h. die Arbeit ist ein Lebensmoment, welcher von anderen Lebensmomenten, wie z.B. Erotik, Kultur, Freizeit, Politik usw. abgetrennt ist.
Eine Kritik an der Arbeit ist heutzutage deshalb wichtig, weil es in den bisherigen sozialistischen Strömungen nur zu einer Kritik an den Klassenunterschieden zwischen „Kapitalisten“ und „Proletariern“ und der daraus folgenden Ausbeutung des Mehrwerts kam. Die Arbeit überhaupt wurde und wird zumeist kritiklos befürwortet. Daraus folgte, dass sich die meisten sozialistischen Strömungen nur um eine Gesellschaftsform bemühten und heute noch bemühen, in welcher die Werte gerecht verteilt werden. Die radikale Kapitalismuskritik am sozialen Verhältnis, dem Wertverhältnis und dem Warenfetisch wurde und wird gar nicht oder zu kurz berücksichtigt. Das eigentlich formulierte Ziel vieler Sozialismen, die Gesellschaft, in der es keinen Wert mehr gibt, d.h. in der jede/r nach seinen/ihren Fähigkeiten tätig ist, und nach seinen/ihren Bedürfnissen vom Vorhandenem nimmt, wurde so zu einem immer weiter entfernten „Ziel“ oder wurde besser gesagt, ideologisiert und den Menschen für irgendwann in der Zukunft versprochen. (mehr…)

5. März

Am 5. März wollen wieder Nazis durch Chemnitz marschieren und dem Opfermythos frönen. Wir stellen uns dem entgegen. Seid dabei:
Demonstration des Studentinnenrates